Die ZOXS Gründerstory before 18.09.1998

CEO & Founder Olaf Zimmer

Binäre Codes spielen quasi, egal ob man Computer-affin ist oder nicht, in unserem ganzen Leben eine Rolle. Es geht um Entscheidungen und Situationen, die das ganze Leben prägen können. Beim Gründer Olaf Zimmer spielt sich im Kopf alles zwischen „1 = brauche ich“ oder „0 = lass mal, bloß weg damit“ ab. Viel dazwischen gibt es nicht.

Die Geschichte zu ZOXS begann offiziell am 18.09.1998, aber der Moment, der wohl entscheidend für den Weg von Gründer Olaf Zimmer war, fand Mitte der 1980er statt. Danach gab es viele Einsen und Nullen, die zu ZOXS führten. Wichtig war es aber stets menschlich zu bleiben.

Bei uns intern wird der Gründer Olli oder OZ genannt. Sich selbst bezeichnet er hoffentlich nur mit einer gesunden Selbstironie als der Zauberer von OZ. Aber Zeit genug, um an den Gründer zu übergeben, um mehr zu seiner Person zu erfahren – wenn du willst…

Auszüge aus der Story

„Cool, sie war auch damals mit einem gewissen Führer in einem Auto unterwegs und laut meinem Vater ziemlich stolz darauf. Sie konnte also ebenfalls navigieren – Weltklasse! Utti war cool, muss so gewesen sein!“

„In jedem Fall waren es beschämende Jahre für meine Mutter. Andere Lehrerkollegen erzählten voller Stolz von den Leistungen ihrer Kinder und meine Mutter konnte schlecht sagen, dass ich eine andere Vision von meinem Leben hatte und gab das obligatorische „da ist noch ein wenig Luft nach oben“ als Statement ab.“

„Der schon wieder…dachte ich! Jeden Tag dieselbe Fresse, können die ihr Personal nicht mal changen? Ich hatte doch Sexualkunde gehabt und Baywatch kam im TV, es musste doch auch mal weibliche, netter anzusehende Verkäuferinnen im Bikini hier geben. Die Nerds würden die Bude einrennen und all ihr Taschengeld hier lassen.“

„Fuck, der Kerl hatte in den drei Jahren so viele verschiedene, hübsche Ladies zum Kaffee da. Ich interessierte mich nicht mehr so für die Backcover und nahm lieber an den Gesprächen mit den Ladies (spätpubertäres Verhalten, sorry) teil.“

„Dann 1996 der Schock – das Ereignis 12 Jahre vor der Lehman-Pleite! Big Boss war plötzlich immer in Wesel. Ich wechselte kein Wort mit ihm, er war richtig schlecht gelaunt. Was war los? Eines Tages traf ich Pehzehman im Store, als er Ware abholte und er erzählte mir, dass er nach Kleve versetzt wurde, weil ein Laden geschlossen wurde. Ausgerechnet den Flagship-Store mit Mr. Roth-Händle aka „ich sehe mit Ende 30 wie 50 aus“ besetzen?“

„Es war mit 16 eine tolle Zeit. Ich hatte immer Cash und konnte mir schon tolle Dinge leisten. Mein Kinderzimmer wurde effizient genutzt und die Work-Life-Balance stimmte einfach. Ich hatte kurze Wege und so stand der 44 Zoll-Rückprojektionsfernseher direkt einen Meter vor meinem Bett, daneben mein Schreibtisch und wiederum gegenüber die 15-20 Bananenkartons mit meiner Trödelware, die ich immer for free vom Edeka um die Ecke bekam. Ich konnte also in Bruchteilen von Sekunden Warehouse, Office sowie meinen Rückzugsort erreichen.“

„Schulisch war es mittlerweile eine Vollkatastrophe, aber hey, ich konnte mich endlich selbst verwirklichen. Ich machte meine Hausaufgaben und studierte die Flohmarkttermine.“

„Ich wurde häufig gefragt, mit wie viel Geld ich begonnen habe. Ich muss heute noch darüber schmunzeln. Sagen wir es mal so. Im Krieg hätte ich als Kamikaze-Soldat eine gute Figur abgegeben.“

„Donnerstag Autokino, das ist Essen – tiefster Ruhrpott! Wenn ihr schmerzfrei und weltoffen seid, dann versucht es auch mal als Life-Experience beim Trödelmarkt in Essen. Der Qualität Eurer Produkte sind keine Grenzen gesetzt. Ihr wollt Dinge entsorgen oder wegschmeißen? Besucht vorher den Markt in Essen! Habt ihr noch nie Männer mit einem Kühlschrank auf der linken Schulter und TV-Gerät auf der rechten Schulter gesehen? Dann besucht den Markt in Essen. Müsst ihr Eure sieben Fremdsprachen auffrischen, dann besucht den Markt in Essen.“

„Es ist interessant, dass dich auf dem Markt niemand als Deutscher sieht. Ich sehe also wie ein Pole oder Russe aus? Brüder? Meine Ahnenreihe ist so fucking deutsch, vermutlich hieß einer meiner Vorfahren Hermann und trieb sich häufig im Teutoburger Wald herum. Aber für euch war ich Tom, der Engländer. Bei dem Weltbild muss man sich einen Scherz draus machen.“